Bundesweite Initiative “Rettet-die-Stille” startet Online-Bundestags-Petition

Ausgehend vom Baden-Württemberg setzt sich die Initiative „Rettet die Stille“ für einen  wirksameren Lärmschutz in Erholungs- und Wohngebieten ein. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf motorisierten Sportgeräten, von deren Betrieb nur wenige Personen profitieren, deren Lärmemissionen aber eine große Anzahl von Menschen belästigen. Beispiele hierfür sind motorisierte Sportflugzeuge, Hubschrauberrundflüge, Gyrocopter, Motorräder, Rennboote und Sportwagen, die manchmal auch noch absichtlich auf „satten“ Sound getunt werden. Ziel der Initiative ist es, ein Dach für die vielen lokalen und regionalen Lärmschutzgruppen zu bieten und eine Lobby für den Lärmschutz zu bilden.

Die Initiative hat eine Online-Petition beim Deutschen Bundestag gestartet um für das Thema eine erhöhte Aufmerksamkeit zu gewinnen. Bis zum 7.9.2016 läuft diese  Bundestags-Petition mit dem Titel: Lärmschutz – Einrichtung regionaler “Lärm-Umweltzonen”. Näheres zu den Inhalten der Petition sowie die Mitzeichnungmöglichkeit finden Sie unter: https://epetitionen.bundestag.de/content/petitionen/_2016/_07/_12/Petition_66701.html

Nächste Sitzungen der politischen Gremien in Sankt Augustin

Die politischen Gremien in der Stadt Sankt Augustin tagen wieder am ….

  • Rat der Stadt Sankt Augustin
    Mittwoch 26. Oktober 2016, 18 Uhr, Ratssaal, Rathaus, Markt, Sankt Augustin
  • Umwelt- Planungs- und Verkehrsausschuss
    Dienstag 13. September 2016, 18 Uhr, kleiner Ratssaal, Rathaus, Sankt Augustin
  • Rahmenplanungsbeirat zum Verkehrslandeplatz Hangelar
    noch kein neuer Termin festgelegt
  • Lärmschutzbeirat Flugplatz Hangelar
    noch kein neuer Termin festgelegt

Die Tagesordnung, Unterlagen und Protokolle zu den Sitzungen findet man in der Regel 14 Tage vor Beginn der Sitzung im Bürgerinfoportal der Stadt Sankt Augustin. Auf die Termine klicken und die Pdf-Dateien anschauen!

Lärm und Luftverschmutzung machen herzkrank

Umweltbelastungen können das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden, signifikant erhöhen. In diesem Sinne warnt die Weltgesundheitsorganisation WHO nicht nur vor Schadstoffen in der Luft, sondern auch vor Lärm. Eine aktuelle deutsche Studie unterstreicht das Gefahrenpotential regelmäßiger Lärmbelastung.

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Lärmschutzbeirat und Rahmenplanungsbeirat tagen wieder!

Der Lärmschutzbeirat trifft sich zu seiner mittlerweile 60. Sitzung am
Donnerstag, dem 5. November 2015 um 17 Uhr im Eschenzimmer (R122)
des Rathauses der Stadt Sankt Augustin.
Die Sitzung ist öffentlich. Die Einladung finden Sie hier.

Auch der Rahmenplanungsbeirat am VLP Hangelar nimmt seine Arbeit nach einer Unterbrechnung von über einem Jahr wieder auf. Wir erwarten, dass das beauftragte Planungbüro einen Entwurf (hoffentlich unter Berücksichtigung der bisherigen Ergebnisse) für eine Rahmenplanung vorlegt . Zu den vergangenen Sitzungen des Rahmenplanungsbeirates finden Sie hier auf unserem Internetauftritt mehr Informationen. Auf der Website der Satdt Sankt Augustin finden Sie detailierte Protokolle. Die Sitzung wird am
Donnerstag 10. Dezember 2015, 18 Uhr im kleinen Ratssaal des Rathauses der Stadt Sankt Augustin stattfinden.
Besucher sind willkommen und dringend erwünscht! Eine Einladung ist noch nicht veröffentlicht.

Alternatives Luftverkehrskonzept für Verkehrsflughäfen in Deutschland veröffentlicht

Zurzeit erarbeitet das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) federführend das im Koalitionsvertrag vereinbarte Luftverkehrskonzept der Bundesregierung. Auch Nichtregierungsorganisationen (NGOs) sind an dem Prozess beteiligt, darunter BUND und die Bundesvereinigung gegen Fluglärm. Aus Sicht dieser und weiterer NGOs aus den Bereichen Umweltschutz, Lärmschutz und Entwicklungszusammenarbeit vernachlässigt das BMVI die Klimaschutzziele und die Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung. Die NGO-Organisationen legen daher ein eigenes Luftverkehrskonzept hervor. Dieses wurde am 4.8.2015 in Berlin der Presse vorgestellt.

Die Pressemitteilung und das Konzept können auch über unsere Homepage heruntergeladen werden:

Pressemitteilung (pdf-Datei 1MB)
Luftverkehrskonzept (pdf-Datei  8MB)

Nächste AK Sitzung

Der Termin für die nächste AK-Sitzung wird im September nach den Sommerferien sein, bitte hier regelmäßig vorbeischauen.

Kommentar zur Sitzung des Lärmschutzbeirates am 22.4.2015

Am 22.04.2015 tagte nach über einem Jahr mal wieder der Lärmschutzbeirat (LSB) im Rathaus der Stadt Sankt Augustin. Die Sitzung war öffentlich und eine ganze Reihe von interessierten Bürgern und die Presse (siehe auch Presseschau 2015) waren gekommen.

Der Lärmschutzbeirat soll die für die Luftaufsicht zuständige Behörde (Reg.Präsidium in Düsseldorf) in Fragen zum Lärmschutz und zur Luftverunreinigung am Flugplatz Bonn/Hangelar beraten. Dazu muss er sich natürlich mit allen Problemen in diesem Zusammenhang auseinandersetzen. Genau um das Wie und Wieweit in dieser Frage ging es in diversen Anträgen, die von den Vertretern der Bürgerinitiativen (über die Bundesvereinigung Fluglärm) eingebracht wurden.

Im ersten  behandelten Antrag ging es um die Möglichkeit, dass die Mitglieder im LSB vor den Sitzungen über aufgelaufene Beschwerden, Anregungen, Eingaben und Vorschläge informiert werden. Nach längerer Diskussion einigte man sich darauf, dass der LSB eine offizielle Adresse erhalten soll, die praktischer Weise mit der Schriftführung des LSB im Sekretariat eines der derzeitigen  Geschäftsführer der Flugplatzgesellschaft (FPG) angesiedelt werden soll. Dies ist sicherlich eine gute Lösung.

Ein zweiter Antrag forderte die Einrichtung einer eigenen Website des LSB, um die Kommunikation der Bürger mit dem LSB zu verbessern und zu vereinfachen und die Transparenz zu erhöhen. Auch dieser Antrag wurde schließlich in etwas modifizierter Form verabschiedet.

Ein dritter Antrag, in dem es um die Einladung eines Experten der Bundespolizei zum Thema “Mögliche Lärmbelastung aus einer Ausweitung der Aufgaben und Strukturen der Bundespolizei am Standort Hangelar” ging, musste nicht mehr formal gestellt werden, da der Vorsitzende des LSB, Herr Weber, zusagte, diesen Experten zur nächsten Sitzung einzuladen.

Aus Sicht der Lärmschutzinitiativen sind dies alles begrüßenswerte Schritte, den LSB endlich mit den Informationen auszustatten, die für eine gründliche und ganzheitliche Beratung des Themas Lärmschutz notwendig sind. Die betroffenen Bürger haben jetzt auch eine klare Anlaufstelle, die die Beschwerden bündeln und besprechen kann.   

Ein weiterer Tagesordnungspunkt auf der Sitzung des LSB war die Wahl eines neuen Vorsitzenden. Der langjährige Vorsitzende Herr Weber wurde letztendlich durch Losentscheidung wiedergewählt. Der Wunsch aus den Reihen der Lärmschutzinitiativen den Vorsitz ähnlich wie den Vorsitz der Flugplatzgesellschaft alternierend zwischen den beiden großen Eignern Bonn und Rhein-Sieg-Kreis zu vergeben, fand  keine Berücksichtigung.

Dann wurde noch über die Erledigung einer Anfrage aus dem Vorjahr gesprochen. Der LSB hatte die FPG gebeten detailliertere Daten zur Anzahl und Art der Flüge am Flugplatz vorzulegen. Lakonisch wurde mitgeteilt, dass man dem Wunsch nicht nachkommen werde. Die FPG ist seit Jahren mit der Weitergabe von Daten an dei Öffentlichkeit sehr sparsam, als Argument wird hier gerne der Datenschutz vorgeschoben, dabei geht es den Fragestellern  vor allem um summarische und damit anonymisierte Darstellungen. Diese Daten sind u.E. vorhanden, schließlich wird auf ihrer Basis mit den Fliegern abgerechnet. Aber man  will nicht und verweist auf den hohen Aufwand. Leider hat der Aufsichtsrat der FPG diese Praxis wieder unterstützt. Dies ist sehr ärgerlich: Ein Unternehmen, das mehrheitlich in öffentlicher Hand ist und von sich selbst behauptet den Lärmschutz ernst zu nehmen, sollte doch etwas mehr Transparenz hinbekommen. Eine Aufgliederung der Flugdaten mindestens auf Monate oder noch besser auf Wochentage/Wochenende sollte doch wohl machbar sein, ohne dass man gleich einen neuen Mitarbeiter einstellen muss.

Der letzte wichtige Tagesordnungspunkt war eine abschließende Diskussion über die Messungen in der Platzrunde mit dem Laserfernglas. Die Messungen hatten dazu geführt, dass einige Flieger den Flugplatz gemieden haben, weil  sie ein “Knöllchen” befürchten mussten. Nun ja, alternativ hätte man sich ja auch dazu entscheiden können, ordnungsgemäß zu fliegen. Letztendlich wollte man diese Messungen in der FPG aber wohl nicht mehr. Die Probleme mit der Messgenauigkeit hätten wohl behoben werden können, nachdem man ihre Ursache gefunden hatte.  Aber wenn die schwarzen Schafe nicht mehr kommen wollen …  Folge: Nettokosten von rund 20.000 € für die FPG. Unser Mitleid mit der FPG hält sich in Grenzen.

Unter Verschiedenes  berichtete Herr Wittkamp darüber, dass die Fliegergemeinschaft eine neue Version der Platzrundengrafik veröffentlicht hat. Eine sehr begrüßenswerte Initiative, da damit klar wird, dass auch die Flieger nicht mit einer Lösung  ganz ohne Platzrunde leben können und wollen. Trotzdem wäre es u.a. natürlich sinnvoll die Nichteinhaltung der Platzrunde auch zu ahnden. Aber dazu braucht es den Willen der Flugaufsicht und der FPG.