Hubschrauberrundflüge

An den letzten Wochenenden haben es viele Mitbürger in den umgebenden Gemeinden gemerkt. (vgl. auch –> Presse 2013)
Die Saison für Hubschrauberrundflüge hat wieder so richtig begonnen. Man bucht einfach über das Intenet, zahlt 80 bis 150 Euro, wird informiert, wann man ab Hangelar starten darf und ab geht es in 150 bis 1500 Meter Höhe über die Bonner Innenstadt, den Kölner Dom, Tante Ernas Garten oder das Siebengebirge. Fast alles ist machbar.

Dass man dabei nicht nur Tante Erna mit Lärm auf sich aufmerksam macht, sondern einen großen Teil der “überflogenen” Bevölkerung, die am Wochenende vielleicht auch mal zur Ruhe kommen will, wird gerne übersehen oder überhört.

Hier in Hangelar hört man die Starts im 15 Minutentakt natürlich auch.

40 Starts pro Tag sind drin, bei drei Personen Ladung (Robinson R44) also ein Umsatz von 12 Tausend Euro.
Die Flugplatzgesellschaft bekommt maximal 40 mal 9,38€ (R44 mit max Startgewicht 1090 kg) = 375 Euro. Plus die Provision auf Treibstoff und Öl,  ca. 100 bis 150 € für den Flugplatz. Zusammen also rund 500 Euro.

Die Stadt Sankt Augustin bekommt gar nichts, weil die Unternehmen in der Regel von außerhalb kommen und Ihre Steuer daher z.B. in Hünxe (aveo air service) oder Denzlingen (Heli AG) zahlen.

Die Bürger in Hangelar, Sankt Augustin, Beuel, Bonn, Bergheim, Müllekoven, Mondorf, Niederkassel, Porz, Siegburg, Königswinter und Köln bekommen den Lärm. Wie schön!

Wir fordern unsere Mitbürger auf:
Wenn Sie fliegen wollen:
Probieren Sie es mal mit Segelflug oder Ballonfahren! Das ist erstens schöner und zweiter leiser.
Wenn es unbedingt ein Hubschrauber sein muss, dann bitte unter der Woche und nicht am Wochenende und wenn es geht in einem dünn besiedelten Gebiet.
Verschenken Sie keine Rundflüge, denn Sie schenken ein Erlebnis, dass andere Mitmenschen in Ihrem Bedürfnis nach Ruhe einschränkt.

Wir fordern die Politik auf:
Setzen Sie sich dafür ein, dass der Hangelarer Flugplatz ein Entscheidungsrecht über die Starts und Landungen erhält (PPR!), damit man solche Rundflugveranstalter an den Wochenenden nicht annehmen muss.
Solange dies nicht möglich ist, setzen Sie sich für eine neue Gebührenordnung ein, die Vielfachstarts einer Maschine am Wochenende besonders hoch belastet, damit die Rundflüge von Hangelar aus unattraktiv werden.

Wir fordern die Flugplatzgesellschaft auf:
Erteilen Sie Rundfluganbietern Auflagen wo immer es geht und machen Sie den Betreibern klar, dass sie hier nur geduldet aber nicht erwünscht sind.