Neue Homepage des AK Hubschrauberlärms

Liebe Besucher unserer Homepage,

wir haben im September unsere Homepage renoviert und auf ein neues System umgestellt. Wir hoffen, dass Ihnen die neue Optik und Navigation gefällt.

Wie bei solchen Umstellungen üblich, kann in den ersten Wochen noch der ein oder andere Link ins Leere führen, insbesondere wenn Sie Links auf Unterseiten unserer Homepage gesetzt haben oder über eine Suchmaschine zu uns gefunden haben. Wir bitten dafür um Verständnis.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr AK Hubschrauberlärm

Aussagen der Parteien zum Thema Lärmschutz vor der Kommunalwahl

Welche Aussagen machen die in Sankt Augustin kandidierenden Parteien zum Thema Lärmschutz am Flugplatz Hangelar oder anderswo?
Wie stellen sich die Parteien die generelle Entwicklung des Flugplatzes Hangelar vor?
Hier haben wir zusammengestellt, was sich dazu in den Parteiprogrammen zur Kommunalwahl 2014 finden läßt.

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CDU
(Fundort: http://kommunalwahl.cdu-sankt-augustin.de/stadtentwicklung-verkehr-und-umwelt/)

Keinerlei Aussagen zur Entwcklung des Flugplatzes Hangelar,
zum Thema Lärmschutz gibt es eine Aussage über die noch zu bauende S13.

“Jedoch ist von hoher Bedeutung, dass der Ausbau der S 13 mit einer Sanierung des Bahnhofs Menden und den notwendigen Lärmschutzmaßnahmen zeitnah realisiert wird.”

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SPD
(Fundort: http://spd-sankt-augustin.de/db/docs/doc_24360_201441620513.pdf)

“Lärmschutz hat für uns Priorität. Wir setzen uns dafür ein, dass die Autobahnen A3, A59 und A560 um einen effektiven Lärmschutz ergänzt werden. Die Anwohner an den stark befahrenen Bahntrassen müssen durch die heute bestmöglichen Lärmschutzmaßnahmen entlastet werden. Die Realisierung der S-Bahnlinie 13 ist ein wichtiger Faktor für den Lärmschutz. Der Fluglärm, der durch den Flughafen Köln/Bonn und den Flugplatz Hangelar entsteht, soll auf das technisch und planerisch niedrigste Maß reduziert werden. Der Sportflugplatz Hangelar soll wieder das werden, was er war: ein Sportflughafen mit dem Ziel der Lärmreduzierung. Ein Verbot der Gyrocopter wäre ein erster wichtiger Schritt. Auch die Zuwegung zum Flugplatz soll entlastet und nicht neu belastet werden. Verbindliche Regeln für den Flugbetrieb sind notwendig. Eine Startbahnverlängerung wird es mit uns nicht geben. Das Ziel einer nächtlichen Kernruhezeit ist weiter zu verfolgen.”

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Grüne
(Fundort:  http://gruene-sanktaugustin.de/kommunalwahl-2014/)

“Das Thema Verkehrslärm werden wir weiter konsequent bearbeiten. Wir wollen die Lärmbelastung in Sankt Augustin bei allen Verkehrsträgern reduzieren. Denn Lärm ist gesundheitsschädlich. Instrument für eine stärkere Lärmreduzierung muss ein umfassender Lärmaktionsplan sein. Beim Autoverkehr setzen wir uns für Lärmschutzwände an den Autobahnen, Flüsterasphalt und ein Tempolimit auf der A 560 ein. Dort sind zwar andere Stellen zuständig, auf die aber ausdauernder Druck ausgeübt werden muss. Dies gilt auch für Schienenlärm, wo neue Lärmschutzwände und der Einsatz von modernem Fahrzeugmaterial zu einer wesentlichen Lärmreduzierung beitragen werden. Wir werden uns auf allen Ebenen weiter für ein Passagiernachtflugverbot sowie eine generelle Kernruhzeit von 0:00 bis 05:00 Uhr am Flughafen Köln/Bonn einsetzen. Es kann nicht sein, dass unter anderem Sankt Augustin zur Lärmkonzentrationszone für Fluglärm wird, während an fast allen anderen Flughäfen in Deutschland Nachtflugverbote durchgesetzt wurden.

Besonderes Augenmerk legen wir auf eine Lärmreduzierung am Flugplatz Hangelar und dem angrenzenden Landeplatz der Bundespolizei. Hier wollen wir die Beteiligung der Stadt Sankt Augustin an der Flugplatzgesellschaft endlich nutzen, um weitreichende Maßnahmen zu verwirklichen: Leisere Flugzeuge, Einhaltung der Flugrouten, Verbot der Gyrokopter, stärkere Spreizung der Landegebühren nach Lärm, keine auswärtigen Hubschrauberrundflüge, keine weitere Gewerbeansiedlung, die Lärm nach sich zieht. Auch die Bundespolizei soll sich an Ruhezeiten halten, keine Flüge über Wohngebieten durchführen und restriktiv prüfen, Ausbildungsflüge in weniger problematische Gebiete zu verlagern. Insgesamt stehen die GRÜNEN zum Flugplatz Hangelar. Dieser ist aber gefährdet, wenn nicht umgesteuert wird in Richtung auf mehr Lärmschutz. Gemeinsam mit allen Interessengruppen muss eine Strategie entwickelt werden, die auf Qualität statt auf Lärm setzt. Deshalb sprechen wir uns auch gegen eine Weiterentwicklung zum „AeroBusinessPark” aus und wollen stattdessen die Lärmemissionen der ansässigen Betriebe konsequent reduzieren.”

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FDP
(Fundort: http://www.fdp-sankt-augustin.de/ueberuns/programm)

Im Bereich Stadtwentwicklung finden sich folgende Aussagen:
“Die FDP arbeitet weiter an:
• der Umsetzung des Stadtentwicklungskonzeptes 2025 *), das auf Langfristigkeit und Nachhaltigkeit ausgerichtet ist und regelmäßig aktuellen Entwicklungen anzupassen ist,

• der Ansiedlung und Erhaltung zukunftsorientierter Arbeitsplätze auch am Luftlandeplatz in Hangelar mit umgebungsverträglichen Nutzungen,
• der Miteinbeziehung der Interessen der Anwohner in die Abwägung bei der Festlegung der Stellplätze für motorisierte Fluggeräte,
• der Vermeidung unnötigen Lärms,
…”

Im Bereich Umwelt wurde der Lärmschutz nicht erwähnt.
*) Das Stadtentwicklungskonzept sieht die Enwicklung des Aero-Business-Parks vor.

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Aufbruch
(Fundort: http://aufbruch-sankt-augustin.de/verein/aktuelles/)

“Was wir in den Stadtteilen erreichen wollen:
Hangelar
Herstellung einer neuen Zufahrt zum Flugplatz, die den Ortskern nicht belastet
….
Eindämmung des Fluglärms durch diverse Maßnahmen (Verträge, Betriebszeitenregelungen, Überwachung der Platzrunde)”

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Linke
(Fundort: http://www.dielinke-rhein-sieg.de/fileadmin/lcmskvrheinsieg/Kreis/Kreistag/Flyer_Kurzwahlprogramm_v2.pdf)

Keine Äußerungen zum Flugplatz Hangelar oder zum Lärmschutz

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AfD
(Fundort: http://www.afd-rhein-sieg.eu/files/AfD_Flyer.pdf)

Keine Äußerungen zum Flugplatz Hangelar oder zum Lärmschutz

17.4.1959 – Gründung der Int. Vereinigung gegen Lärm

Der Legende nach störte sich Friedrich der Große am Geklapper der Mühle von Schloss Sanssouci. Er zog demnach 1778 gegen seinen Müller vor Gericht. Und verlor. Der Streit unter Nachbarn über Lärmbelästigung hat also Tradition.

Noch mehr als durch laute Nachbarn fühlen sich die Deutschen vom Verkehr belästigt. Sie protestieren in Bürgerinitiativen gegen den Lärm von Flughäfen, Bahnlinien und Autobahnen. Denn wissenschaftliche Untersuchungen beweisen: Ständiger Krach macht krank!

Bereits vor 55 Jahren ging den Menschen der Terror fürs Trommelfell schwer auf die Nerven. Vier nationale Arbeitskreise aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Frankreich gründeten 1959 in Dortmund die Internationale Vereinigung gegen Lärm, die AICB (International Association Contre le bruit, AICB).

Ihr Hauptziel war, das gesammelte Wissen über den Lärm und über Schutzmöglichkeiten zu bündeln und damit die Bevölkerung aufzuklären und gleichzeitig Vertreter der Industrie und Politik in die Verantwortung zu nehmen.

Ein höchst interessantes “Zeitzeichen” im WDR-Radio. Hier der Link zum Nachhören: Zeitzeichen 17.04.2014

Platzrunde – 150m-Schwankungskorridor wird nicht mehr angewandt

Die Bezirksregierung hat sich mit Schreiben vom 17.1.2014 an die Flugplatzgesellschaft Hangelar nochmals zur Platzrunde am Flugplatz Hangelar  geäußert.

Danach bestätigt die BezReg, dass die Einhaltung der Platzrunde, wie sie im Luftfahrthandbuch der Bundesrepublik Deutschland (AIP-VFR) veröffentlicht ist, für Luftfahrzeugführer verbindlich vorgeschrieben ist.

Die BezReg gibt aber neue Hinweise zum Umgang mit Abweichungen von der Platzrundenführung:

Zukünftig werden alle potentiell ordnungswidrigen Flugverhalten im Wege einer strikten Einzelfallbetrachtung, unter Berücksichtigung aller Aspekte des konkreten Flugverlaufs, geprüft. Dabei sollen die gutachterlichen sachlichen Feststellungen der „Gutachterlichen Stellungnahme  – Auswirkung der Überwachung eines Platzrunden-Korridors auf die Flugsicherheit am Verkehrslandeplatz Bonn-Hangelar“ von Prof. Janser von der FH Aachen vom 16.08.2013 als Orientierungshilfe dienen.   Damit findet der Schwankungskorridor in einer seitlichen Ausdehnung von jeweils 150 m seitlich der Platzrundenlinie, innerhalb dessen ein Abweichen, u. a. aus meteorologischen, verkehrsbedingten oder technischen Gründen bzw. aufgrund der Leistungsmerkmale des Luftfahrzeugs, als unbeachtlich gesehen wurde, keine Anwendung mehr.

Das vollständige Schreiben kann hier heruntergeladen werden:
–> BezRegVerbindlichkeitPlatzrunde2014.pdf

Siehe auch Presseberichte hierzu –> Presse 2014

Kommentar:
Was bedeutet dies nun: Defacto wird ein Abweichen von der Platzrunde nur noch geahndet werden können, wenn die Abweichung so “groß” ist, dass sie den Kontrolleuren der BezReg auffällt bzw. sie darauf von anderer Stelle aufmerksam gemacht werden. Die Kontrolleure müssen dann den Piloten ansprechen und falls der Pilot dann die Abweichung flug- und sicherheitstechnisch nicht begründen kann, kann es weiterhin zu Ahndungen kommen. Eine objektive Richtschnur, ab wann eine Abweichung “groß” ist, gibt es aber zunächst nicht mehr. Das Gutachten von Prof. Janser führt eine Abweichung von +/- 1400 m an, die für ein spezielles Sichtflugverfahren bei Flugzeugen mit Instrumentenflug (Seite 50 des Gutachtens –> Link zum Gutachten) gilt. Dies wäre dann allerdings eine Größenordnung, die einen Großteil der Orte Niederberg, Holzlar, Bechlinghoven, Pützchen, Vilich, Vilich-Müldorf, Geislar, Meindorf, Niederpleis, Ort, Zentrum und Hangelar überdeckt.  Einen Eindruck ergibt diese Karte  (zum Vergrößern anklicken)

Platzrunde_plus_1400m

(Grün=Platzrunde, Rot=Platzrunde+1400m).

Aus Sicht der betroffenen Bürger sicherlich keine akzeptable Vorstellung.
Leider steht zu befürchten, dass damit das Risiko einer Bestrafung für die Piloten, die sich bewusst oder gedankenlos nicht an die Regeln halten wollen, sehr gering wird. Wenn es stimmt, dass viele Flieger Hangelar gemieden haben, weil sie Angst vor einer (unberechtigten?) Bestrafung hatten, so muss die Bevölkerung nun tatsächlich wieder mit einer höheren Lärmbelastung rechnen. Ob es dazu kommt, hängt jetzt von den Fliegern ab, sie können durch ein verantwortungsvolles und lärmbewusstes Handeln das Problem entschärfen.

Mal sehen, was passiert. Der Sommer wird es zeigen.

Update Rahmenplanungsbeirat – Sitzung am 12.11.2013

Auf der Sitzung am 12.11.2013 wurde das Konzept der Stadtverwaltung für die Leistungsbeschreibung für die Beauftragung eines Planungsbüros mit Modifikationen verabschiedet. Die Modifikationen beziehen sich auf Punkte, die durch einen Antrag von Grünen und SPD eingebracht worden sind.
Den genauen Wortlaut der Modifikationen kann man auf der Homepage der Grünen in Form einer Synopse –> hier    nachlesen. Den gesamten Protokolltext finden Sie  –> hier.
Wichtig ist, dass nochmals das Ergebnis des Werksstattverfahrens betont wird, dass zusätzliches Gewerbe die Lärmbelastung der Anwohner nicht erhöhen darf.

Im geschlossenen Kreis der Werkstattteilnehmer wird am Donnerstag, dem 30.01.2014 das Thema Erschließung erörtert. Hintergrund: Es war im Werkstattverfahren im Sommer aus zeitlichen Gründen nur noch kurz behandelt worden.

Sondersitzung des UPV am 6.11.2013 ist abgesagt worden

Am Mittwoch, 6.11.2013 um 18 Uhr sollte im kleinen Ratssaal des Rathauses der Stadt Sankt Augustin eine Sondersitzung des Umwelt,- Planungs- und Verkehrsausschusses zum Thema Flugplatz Hangelar stattfinden.

Die Sitzung wurde nun auf Vorschlag der CDU/FDP-Koalition verschoben. Wann sie nachgeholt wird, steht noch nicht fest.

Die Sondersitzung war vor einigen Monaten beschlossen worden, um alle Themen zum Lärmschutz am Flugplatz einmal zusammenhängend und mit möglichst vollständiger Informationslage diskutieren zu können. In diesem Zusammenhang ist auch ein umfangreicher Fragenkatalog an die Bezirksregierung gerichtet worden, dessen Beantwortung zur Sitzung vorliegen sollte. Im Zuge der Sitzung sollten auch zum Teil umfangreiche Anträge zu Maßnahmen zur Lärmreduzierung behandelt werden.

Eine solche Sitzung des UPV wäre unseres Erachtens von grundlegender politischer Bedeutung im Zusammenhang mit dem Thema Lärmschutz am Flugplatz, da hier alle Informationen auf den Tisch kommen könnten und alle Handlungsoptionen endlich auch im Zusammenhang diskutiert werden könnten.

Es bleibt zu hoffen, dass die Sitzung bald nachgeholt wird, damit sich die Bürger noch vor den Kommunalwahlen ein Bild zu den Positionen der Parteien  zum Thema Lärmschutz machen können.

Sitzung des Rahmenplanungsbeirates am 09.10.2013

Auf seiner Sitzung am 9.10.2013 hat der Rahmenplanungsbeirat nach einer längeren Diskission über den besten Weg folgendes weiteres Vorgehen beschlossen:

Die Stadtverwaltung wird innerhalb eines Monats eine Vorlage für eine Leistungsbeschreibung für die Beauftragung eines Planungsbüros erstellen. Die Leitungsbeschreibung soll die Ergebnisse des Werkstattverfahrens (–> Werkstattverfahren Rahmenplanung Flugplatz Hangelar) geeignet zusammenfassen und einen Auftrag zur Erstellung einer Rahmenplanung für ein externes Planungsbüro enthalten. Über den Inhalt dieser Leistungsbeschreibung wird der Rahmenplanungsbeirat nochmal diskutieren (Termin: Dienstag 12.11.2013 18 Uhr im kleinen Ratsaal des Rathauses  Tagesordnung und Beschlussvorschlag siehe –> hier), und ggf. Änderungen oder Ergänzungen vornehmen. So soll sichergestellt werden, dass zum einen die Bürger eingebunden sind, zum anderen die politischen Mandatsträger die Möglichkeit haben, Festlegungen über die bereits ein Konsens besteht, entsprechend in der Leistungsbeschreibung festzuzurren.

Für die Diskussion der Zuwegung zum Flugplatz soll ein separater Termin mit den Bürgern anberaumt  werden.