Aussagen der Parteien zum Thema Lärmschutz vor der Kommunalwahl

Welche Aussagen machen die in Sankt Augustin kandidierenden Parteien zum Thema Lärmschutz am Flugplatz Hangelar oder anderswo?
Wie stellen sich die Parteien die generelle Entwicklung des Flugplatzes Hangelar vor?
Hier haben wir zusammengestellt, was sich dazu in den Parteiprogrammen zur Kommunalwahl 2014 finden läßt.

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CDU
(Fundort: http://kommunalwahl.cdu-sankt-augustin.de/stadtentwicklung-verkehr-und-umwelt/)

Keinerlei Aussagen zur Entwcklung des Flugplatzes Hangelar,
zum Thema Lärmschutz gibt es eine Aussage über die noch zu bauende S13.

“Jedoch ist von hoher Bedeutung, dass der Ausbau der S 13 mit einer Sanierung des Bahnhofs Menden und den notwendigen Lärmschutzmaßnahmen zeitnah realisiert wird.”

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SPD
(Fundort: http://spd-sankt-augustin.de/db/docs/doc_24360_201441620513.pdf)

“Lärmschutz hat für uns Priorität. Wir setzen uns dafür ein, dass die Autobahnen A3, A59 und A560 um einen effektiven Lärmschutz ergänzt werden. Die Anwohner an den stark befahrenen Bahntrassen müssen durch die heute bestmöglichen Lärmschutzmaßnahmen entlastet werden. Die Realisierung der S-Bahnlinie 13 ist ein wichtiger Faktor für den Lärmschutz. Der Fluglärm, der durch den Flughafen Köln/Bonn und den Flugplatz Hangelar entsteht, soll auf das technisch und planerisch niedrigste Maß reduziert werden. Der Sportflugplatz Hangelar soll wieder das werden, was er war: ein Sportflughafen mit dem Ziel der Lärmreduzierung. Ein Verbot der Gyrocopter wäre ein erster wichtiger Schritt. Auch die Zuwegung zum Flugplatz soll entlastet und nicht neu belastet werden. Verbindliche Regeln für den Flugbetrieb sind notwendig. Eine Startbahnverlängerung wird es mit uns nicht geben. Das Ziel einer nächtlichen Kernruhezeit ist weiter zu verfolgen.”

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Grüne
(Fundort:  http://gruene-sanktaugustin.de/kommunalwahl-2014/)

“Das Thema Verkehrslärm werden wir weiter konsequent bearbeiten. Wir wollen die Lärmbelastung in Sankt Augustin bei allen Verkehrsträgern reduzieren. Denn Lärm ist gesundheitsschädlich. Instrument für eine stärkere Lärmreduzierung muss ein umfassender Lärmaktionsplan sein. Beim Autoverkehr setzen wir uns für Lärmschutzwände an den Autobahnen, Flüsterasphalt und ein Tempolimit auf der A 560 ein. Dort sind zwar andere Stellen zuständig, auf die aber ausdauernder Druck ausgeübt werden muss. Dies gilt auch für Schienenlärm, wo neue Lärmschutzwände und der Einsatz von modernem Fahrzeugmaterial zu einer wesentlichen Lärmreduzierung beitragen werden. Wir werden uns auf allen Ebenen weiter für ein Passagiernachtflugverbot sowie eine generelle Kernruhzeit von 0:00 bis 05:00 Uhr am Flughafen Köln/Bonn einsetzen. Es kann nicht sein, dass unter anderem Sankt Augustin zur Lärmkonzentrationszone für Fluglärm wird, während an fast allen anderen Flughäfen in Deutschland Nachtflugverbote durchgesetzt wurden.

Besonderes Augenmerk legen wir auf eine Lärmreduzierung am Flugplatz Hangelar und dem angrenzenden Landeplatz der Bundespolizei. Hier wollen wir die Beteiligung der Stadt Sankt Augustin an der Flugplatzgesellschaft endlich nutzen, um weitreichende Maßnahmen zu verwirklichen: Leisere Flugzeuge, Einhaltung der Flugrouten, Verbot der Gyrokopter, stärkere Spreizung der Landegebühren nach Lärm, keine auswärtigen Hubschrauberrundflüge, keine weitere Gewerbeansiedlung, die Lärm nach sich zieht. Auch die Bundespolizei soll sich an Ruhezeiten halten, keine Flüge über Wohngebieten durchführen und restriktiv prüfen, Ausbildungsflüge in weniger problematische Gebiete zu verlagern. Insgesamt stehen die GRÜNEN zum Flugplatz Hangelar. Dieser ist aber gefährdet, wenn nicht umgesteuert wird in Richtung auf mehr Lärmschutz. Gemeinsam mit allen Interessengruppen muss eine Strategie entwickelt werden, die auf Qualität statt auf Lärm setzt. Deshalb sprechen wir uns auch gegen eine Weiterentwicklung zum „AeroBusinessPark” aus und wollen stattdessen die Lärmemissionen der ansässigen Betriebe konsequent reduzieren.”

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FDP
(Fundort: http://www.fdp-sankt-augustin.de/ueberuns/programm)

Im Bereich Stadtwentwicklung finden sich folgende Aussagen:
“Die FDP arbeitet weiter an:
• der Umsetzung des Stadtentwicklungskonzeptes 2025 *), das auf Langfristigkeit und Nachhaltigkeit ausgerichtet ist und regelmäßig aktuellen Entwicklungen anzupassen ist,

• der Ansiedlung und Erhaltung zukunftsorientierter Arbeitsplätze auch am Luftlandeplatz in Hangelar mit umgebungsverträglichen Nutzungen,
• der Miteinbeziehung der Interessen der Anwohner in die Abwägung bei der Festlegung der Stellplätze für motorisierte Fluggeräte,
• der Vermeidung unnötigen Lärms,
…”

Im Bereich Umwelt wurde der Lärmschutz nicht erwähnt.
*) Das Stadtentwicklungskonzept sieht die Enwicklung des Aero-Business-Parks vor.

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Aufbruch
(Fundort: http://aufbruch-sankt-augustin.de/verein/aktuelles/)

“Was wir in den Stadtteilen erreichen wollen:
Hangelar
Herstellung einer neuen Zufahrt zum Flugplatz, die den Ortskern nicht belastet
….
Eindämmung des Fluglärms durch diverse Maßnahmen (Verträge, Betriebszeitenregelungen, Überwachung der Platzrunde)”

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Linke
(Fundort: http://www.dielinke-rhein-sieg.de/fileadmin/lcmskvrheinsieg/Kreis/Kreistag/Flyer_Kurzwahlprogramm_v2.pdf)

Keine Äußerungen zum Flugplatz Hangelar oder zum Lärmschutz

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AfD
(Fundort: http://www.afd-rhein-sieg.eu/files/AfD_Flyer.pdf)

Keine Äußerungen zum Flugplatz Hangelar oder zum Lärmschutz