Bundespolizei plant Ausbau der Pilotenausbildung am Flugplatz – das heißt mehr Sicherheit und mehr Lärm

Laut einem Zeitungsbericht des Generalanzeigers vom 25.10.2019 soll die Ausbildungskapazität für Hubschrauberpiloten am Flugplatz Hangelar von 14 auf 30 Piloten pro Jahr gesteigert werden. Auch die Einsatztätigkeit der Bundespolizei-Fliegerstaffeln werde zunehmen. Dies teilte der Staatssekretär im Bundesinnenministerium, Stephan Mayer, auf der Veranstaltung  zum zehnjährigen Jubiläum der Luftfahrerschule für den Polizeidienst am Flugplatz Hangelar mit. Zum Thema Lärm sagte Mayer, dass man Modelle entwickle um stärker auf Simulationen zurückzugreifen, „aber letzten Endes ersetze nichts den tatsächlichen Flug“.

Dies sind gemischte Nachrichten für die Bevölkerung in Hangelar, Menden und Meindorf.

Natürlich ist eine Investition in die Sicherheit der Bevölkerung richtig und die Polizei kann ihre  Aufgaben nur erfüllen, wenn  sie gut ausgebildete Pilotinnen und Piloten hat. Und wir gratulieren der Luftfahrerschule auch gerne zum Jubläum und ihrer erfolgreichen Arbeit.

Andererseits wird der hiesigen Bevölkerung mit einer Ausbildungserweiterung mehr Lärm zugemutet, wie es Staatssekretär Mayer etwas verklausuliert andeutet. Um die ohnehin schon starke Beanspruchung durch Hubschrauberlärm  in Sankt Augustin und Umgebung durch Bundespolizei und die anderen Hubschrauberbetriebe am Flugplatz nicht noch mehr zu steigern, kann man die Bundespolizei und Politik also nur auffordern, alles zu unternehmen, was möglich ist, um Hubschrauberlärm zu reduzieren und noch besser zu vermeiden. Z.B. durch mehr Simulationen – wie angedeutet – oder mehr Parallelisierung der Ausbildungflüge. Wichtig ist für die Bevölkerung vor allem, dass eine Ausweitung der Lärmzeiten vermieden wird. Wir hoffen, dass dies bei den Ausbauplänen berücksichtigt wird.