Kommentar zum Artikel im GA vom 1.5.2012

Kommentar zum Artikel von Michael Lehnberg am 1.5.2012 im Bonner Generalanzeiger

Zum Thema ALT:
Schön, dass das unsinnige 50-Meter-Fliegen zur Tankstelle in absehbarer Zeit ein Ende hat. Die ALT bemüht sich unnötigen Lärm zu vermeiden und das ist anzuerkennen. Schade ist, dass die im Frühjahr 2011 auf der CDU-Bürgerversammlung angekündigten schallabsorbierenden Plattformen noch nicht so weit sind. Aber man forscht daran. Auch das ist gut und die Aachener TH liefert ja normalerweise verwertbare Ergebnisse. Es bleiben die Testflüge rund um den Platz und rauf und runter. Auch hier kann man sicherlich noch reduzieren bzw. optimieren. Wir werden das im Auge und Ohr behalten.

Zum Thema Bundespolizeihubschrauberlärm:
Wenn die Bundespolizei keine Platzrunden und Autorotationsflüge  zu Schulungszwecken mehr fliegt, wäre das ein sehr schöner Fortschritt. Wir werden das beobachten. Leider bleibt uns wohl der Lärm, der durch die Wartung und Reparatur von Hubschraubern erzeugt wird, erhalten. Hier ist zu fordern, dass auch die Bundespolizei  weitere Erkenntnisse zur Lärmminderung wie sie z.B. von ALT genutzt werden, in ihre Praxis übernimmt (Bsp: die optimierte Aufstellung der Maschinen und zukünftig schallabsorbierende Bodenbeläge).

Nicht angesprochen wurde im Artikel des GA (und wohl auch nicht auf der Versammlung) das Verhalten der Flugschulen am Platz. Immer wieder kann man beobachten, dass Hubschrauber der Flugschulen zahlreiche Platzrunden mit Anflugübungen durchführen. Dies führt zu Lärmbelästigungen, die kontinuierlich über 45 bis 60 Minuten dauern. Hier ist noch dringender Handlungsbedarf gegeben. Am einfachsten wäre dies durch eine entsprechende Kostenbelastung dieser Art von Flügen zu erreichen. Jede Platzrunde extra kostet nochmal 50% der Startgebühren. Dann wäre dieser Unsinn schnell vorbei oder würde wenigstens die Kasse des Flugplatzes entlasten. Die zusätzlichen Einnahmen könnte man für weiteren Lärmschutz verwenden oder den leisen Segelfliegern (ohne Hilfsmotor) zu gute kommen lassen.  Wenn die Bezirksregierung das nicht genehmigt, wüsste man wenigstens, wo man poltisch ansetzen muss.

Und nun noch eine Bemerkung dazu, warum nur sieben Bürger anwesend waren. Kann es sein, dass man diesmal die Veranstaltung in den vom Lärm hauptsächlich betroffenen Gebieten nur unzureichend bekannt gemacht hat?

Wir AK-Mitglieder wären sicherlich gerne gekommen, wenn wir von der Veranstaltung gewusst hätten.